Holunder – das mystische Naturheilmittel

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Beschreibung

In der Gattung Holunder sind in Mitteleuropa hauptsächlich drei Arten vertreten: Schwarzer Holunder, Roter Holunder und Zwergholunder. Er gehört zur Familie der Moschuskrautgewächse. Der Holunder ist sehr robust, anspruchslos und deshalb in Europa ein weit verbreiteter Strauch. Wildwachsend findet man ihn praktisch überall in Wälder, an Ufern von Bächen und Seen sowie an Wanderwegen.

Inhaltsstoffe

Die Beeren schmecken herb-süß-säuerlich. Sie können eine ganze Palette an wertvollen Inhaltsstoffe und ätherische Öle vorweisen: Frucht- und Aminosäuren, Vitamin A, B und C, Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphor, Carotinoide, Flavonoide, Glykoside. Somit wirken verarbeitete Holunderbeeren anregend, antibakteriell, beruhigend, blutreinigend, entgiftend, entspannend, entzündungshemmend, fiebersenkend, harntreibend, herzstärkend, kräftigend, schleimlösend und schmerzstillend.

In der Naturmedizin wird Holunder gerne gegen Augenschwäche, Bluthochdruck, Bronchitis, Erkältungen, Fieber, Gicht, Halsschmerzen, Harnwegsentzündungen, hohe Cholesterinwerte, Husten, Ischias, Nasennebenhöhlenentzündung, Nervosität, Rheuma, Schlafstörungen und Verbrennungen eingesetzt.

Ernte

Die Ernte der Holunderbeeren beginnt je nach Sorte, Ende August oder Anfang bis Mitte September.

Lagerung und Verarbeitung

Holunderbeeren verderben recht schnell und müssen sobald wie möglich verarbeitet werden. Bei Null bis ein Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von 90 bis 95 % können Sie 2 bis 3 Wochen frisch gehalten werden. Da die Beeren des Holunders schwach giftig sind, sollte man sie nicht roh essen. Es kann nach dem Verzehr einer größeren Menge von rohen Beeren zu Übelkeit bis hin zu Erbrechen kommen. Die Beeren müssen daher vor der Verarbeitung erhitzt werden.

Historisches

An der Blüte des Holunders meinten die Bauern, die Reichhaltigkeit der nachfolgenden Ernte ablesen zu können. Man meinte auch, dass im Holunder die guten Geister wohnen. Daher war es auch üblich, den Holunderstrauch in der Nähe des Hauses zu pflanzen. Außerdem wurde bei einer Bestattung das Kreuz beim Grab aus Holunderholz gefertigt. Wenn das Holz wieder grünte, war es ein Zeichen dafür, dass dem Verstorbenen ein seliges Jenseits beschieden war. Im Schweizer Alpenraum galt der Holunderbaum als Tor zum Jenseits.

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